Ausbildungswochenende Januar 2017

Ausbildungswochenende Januar 2017 Training zu Medizinthemen in Stecklenberg

Traditionell ist der erste Ausbildungstermin im neuen Jahr den Medizinthemen gewidmet.

Zehn Kameraden der Bergwacht Harz Untertagerettung trafen sich dazu im Naturfreundehaus Stecklenberg. Unterstützt wurden sie von einer Notfalldarstellerin des Jugendrotkreuz Gronau (Leine), die den Ausbildungs- und Übungsthemen mit gekonnt geschminkten Verletzungen den letzten Schliff gab.

Nach der Jahressicherheitsbelehrung am Freitag abend und einem Überblick über die gängigen Erste-Hilfe-Themen konnte an das Thema "Arbeitssicherheit im Einsatz" angeschlossen werden. Die bei mangelhafter Schutzausrüstung und Umsicht zu erwartenden Verletzungsmuster wurden besprochen und ihre Versorgung geübt.

In einem Rettungswagen konnten die Kameraden zudem in verschiedene Rollen als Sanitäter und Patient schlüpfen. Eine Einweisung in das Vorbereiten von Infusionen und Injektionen rundete das Programm ab.

Die hervorragende Küche und die Freundlichkeit des Personals im Naturfreundehaus taten ein Übriges, um das Ausbildungswochenende zu einer rundum gelungenen Veranstaltung werden zu lassen.

 

Termine 2017

Ort Thema
13.-15.01.2017 Blankenburg Med 1
17.-19.02. Wettelrode Ausbau
17.-19.03. Blankenburg GAG MV – Sachkundigenausbildung / Kommunikation
21.-23.04. Wettelrode Langzeitbefahrung Erstellung Rettungskonzept (Schlotte) – Teil 1 (Fortsetzung 2018)
April Jahreshauptversammlung des KV Wernigerode
19.-21.05. Sankt Andreasberg Beerberger Tagesstollen Bergmännische Ausbildung / Betrachtung der Rettungsumstände
Frühsommer Tag der Retter – Basis von Friedo / +SRT
16.-18.06. Feggendorfer Stollen Seiltechnik für Fortgeschrittene u. Anfänger
14.-16.07. Wittmansgereuth Mellestollen Orientierung in großen Grubengebäuden, Tragentransport
18.-20.08. Glücksbrunn Kommunikation
15.-17.09. Wettelrode Rettungsübung
20.-22.10. Waschleite Aufwältigung
24.-26.11. Oberschulenberg JHV

Nationale Untertagerettungsübung Juni 2016

NATIONALE UNTERTAGERETTUNGSÜBUNG

Am Sonnabend den 18. Juni 2016 fand die nationale HRVD Übung in Sankt Andreasberg in der Grube Wennsglückt statt.

Bergwacht- und Höhlenrettingsorganisationen aus ganz Deutschland übten heute in der Grube Roter Bär in Sankt Andreasberg.

An der Übung beteiligt waren insgesamt 50 Höhlen- und Untertageretter (URST, HRZ, HRH, HRX, HRS, HRBW, HRG), sowie Mittarbeiter des Lehrbergwerk Grube Roter Bär, die die Übung mit Fach- und Ortskundigem Personal unterstützen. Begleitet wurde die Übung in der Einsatzleitung durch den Kreisbrandmeister des Landkreises Goslar. Der Kreisbrandmeister Uwe Fricke ist Mitglied ArGe für Karstkunde Harz e. V. (HRZ) und war somit in Personalunion als Höhlenetter und in offizieller Funktion als KBM vor Ort.

Als Übungsszenario wurde ein Unfall in der Grube angenommen. Zwei Arbeiter wurden dabei als vermisst gemeldet. Der Unfall sollte sich übungsgemäß um 08:30 Uhr in einem nicht näher bezeichneten Grubenbereich befinden. Die beiden in Frage kommenden Arbeitsplätze mussten daher parallel abgesucht werden. Der eigentliche Übungsverletzte befand sich in gut 100 m Teufe in einem Baustellenbereich am Schachtkopf des Absinken 5 und konnte nur durch 4 Schächte erreicht werden.

Um 9:00 Uhr wurde die Einsatzleitung durch den Betriebsführer der Grube über den Unfall Informiert. Anschließend wurden die Einsatzkräfte Gruppenweise aus dem Bereitstellungsraum an der Unterkunft in einer Sporthalle abgerufen und auf den Zechenplatz der Grube verlegt.

Im Gebäude vor dem Grubeneingang wurde die Einsatzleitung eingerichtet. Während zwei Suchtrupps gegen 10 Uhr in die Grube einfuhren, wurde von weiteren Trupps eine Kommunikation mittels Heulruftelefonen und eine DSL-Verbindung über Feldkabel nach Untertage aufgebaut..

Der Suchtrupp 1, der von der Einsatzleitung Richtung Tagesstollenfeldort entsendet wurde, hat durch die Übungsleitung (heimlich) den Auftrag bekommen sich „häusliche“ einzurichten und abzuwarten, wann die Einsatzleitung das Fehlen eines Trupps bemerkt. Als Szenario war hier der Eigenunfall eines Retters geplant, der ja nach verfügbarem Personal zu einem Tragentransport durch eine anspruchsvolle Engstelle ausgeweitet werden sollte. Erfreulicherweise hat die Einsatzleitung den fehlenden Trupp schnell bemerkt und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Der Trupp wurde daraufhin durch einen weiteren Trupp gesucht und mit einer Köchelverletzung eines Retters gegen 13:10 Uhr aufgefunden. Da mittlerweile alle Übungsteilnehmer einen Aufgabe hatten, viel der geplante Tragentransport aus dem Feldort allerdings aus und der verletze Höhlenretter konnte mit Unterstützung selber ausfahren.

Gegen 13:25 Uhr wurde der als verletzt gemeldete Arbeiter mit einer Oberschenkelverletzung vom Suchtrupp in einer Tiefe von ca. 110 m auf Höhe des Grünhirschler Stollens gefunden.

Nach einer Erstversorgung des Verletzten wurde die Rettung mittels untertagetauglicher Rettungstragen organisiert und ein Notarzt seilte sich zum Patienten ab. Mit Hilfe der aufgebauten DSL Verbindung war es möglich, Lifevideos per Skype von der Erstversorgung und dem Verletzungsbild sowie dem Patiententransport in die Einsatzleitung zu übertragen.

Nach dem Ausbau aller Schächte konnte um 15:40 Uhr damit begonnen werden den Patienten zu transportieren. Gegen 16:00 Uhr begann der vertikale Patiententransport im Schacht (Absinken 4). Um 16:50 Uhr meldeten die untertägig eingesetzten Rettungskräfte, dass der Patient im Schacht 2 (Absinken 2) aufgeseilt wird.

Gegen 17:30 Uhr erreichte der Patient den Schacht 1 (Absinken 1). Um 17:42 Uhr ist es geschafft, der Patient hat das Mundloch und das Tageslicht nach 9,5 Stunden Rettungszeit wohlbehalten wieder erreicht.

Gegen 19:30 Uhr war die Übung beendet.

Ein Herzlicher Dank geht an die zum Teil von weither angereisten Höhlenrettungen, sowie das Team vom Lehrbergwerk Grube Roter Bär. Ohne die Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen Helfer, wäre die Übung in dieser Form nicht möglich gewesen.

Ein besonderer Dank geht an die Harzenergie, die Harzwasserwerke und den Förderverein Grube Roter Bär, die die Übung finanziell Unterstütz haben.

 

Ausbildungswochenende März 2016

Das Thema des Ausbildungswochenendes im März waren Bergmännische Arbeiten

Als Ausbildungsort stand uns wieder das Besucherbergwerk in Waschleithe zur Verfügung. Die Unterbringung für die Kameradinnen & Kameraden mit weiterer Anreise war dieses mal im Hollandheim, direkt am Mundloch der Grube

Beim untertägigen Rettungswerk kann es zu Situationen kommen bei denen die Retter die Rettungswege mittels bergmännischer Arbeiten sichern müssen. Diese Fähigkeiten zu erlernen und zu festigen sollte Ziel dieses Ausbildungswochenendes sein.

Der Freitag Abend war einigen theoretischen Ausführungen, der Samstag der praktischen Arbeit vorbehalten.

Im theoretischen Teil wurden nach Anreise der teilnehmenden Kameraden die Grundlagen und die verschiedenen Arten des Ausbaus vorgestellt.

Am Samstag wurden nach einer Einweisung durch Kamerad Martin Riedel ein verbrochener Stollenbereich ausgebaut. Zusätzlich wurden auch Aspekte der Kommunikation und der Einsatztaktik geübt.

Erwähnenswert ist noch, das an der Ausbildung noch 6 Freunde aus dem Erzgebirge Teilgenommen haben.

 

 

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